Montag, 26. Januar 2015

Delirium - Lauren Oliver [Hörbuch]

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute
nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten
sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas
Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben
ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser
kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag.
Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht
verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen.
Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was
sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.
aus dem Amerikanischen übersetzt von Katharina Diestelmeier
ISBN: 978-3-551-58232-4
416 Seiten
Preis: € 18,90
1. Band

Delirium ist eine wunderschöne, gefühlvolle und ehrliche Geschichte über die Liebe und das Leben. Die gesamte Reihe gehört zu meinen absoluten Favoriten. 
Besonders die Darstellung der Diktatur in der die Protagonistin lebt, finde ich sehr authentisch dargestellt. Die Angst vor einem Feind, in diesem Fall vor der Krankheit, der Terror durch ständige Razzien, die Einschüchterung und die Ideologie, in der eine gefühllose Einheitsmeinung vorgeschrieben wird und jede Abweichung von der Norm verfolgt und ausgemerzt wird.

Außerdem das Erkennen der Protagonistin, dass Gefühle
und vor allem die Liebe gut ist, dass Mitgefühl für andere nicht

falsch sein kann. Und ihr innerer Kampf zwischen dem was sie fühlt und dem was sie fühlen soll. Die Angst vor ihren eigenen Gedanken und Gefühlen.

Der Schreibstil Lauren Olivers ist einzigartig und gehört zu den schönsten und poetischsten des Jugendbuchgenres. Auf faszinierende Weise gelingt es ihr Lyrik wie beispielsweise von Elizabeth Barret-Browning und andere große literarische Werke in die Handlung einfließen zu lassen. 


Das Hörbuch
Annina Braunmiller hat eine sehr angenehme Vortragsweise. Ihre Betonung unterstützt perfekt die bereits angesprochene innere Zerrissenheit der Protagonistin.
Trotzdem wird für mich beim Hören ihrer Stimme aus Lena ganz schnell Bella.


Die Entwicklung der Protagonistin und die tiefe Metaphorik der Unterdrückung von Liebe und ihre Verklärung zur Krankheit haben mich sehr fasziniert, dafür 
5 von 5 Bücherherzen.



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