Montag, 12. Oktober 2015

Finderlohn - Stephen King

John Rothstein hat in den Sechzigern drei berühmte Romane veröffentlicht, seither aber nichts mehr. Morris Bellamy, ein psychopathischer Verehrer, ermordet den Autor aus Wut über dessen »Verrat«. Seine Beute besteht aus einer großen Menge Geld und einer wahren Fundgrube an Notizbüchern, die auch unveröffentlichte Romane enthalten. Bellamy vergräbt vorerst alles – und wandert dummerweise für ein völlig anderes Verbrechen in den Knast. Jahre später stößt der Junge Peter Saubers auf den »Schatz«. Nach seiner Haftentlassung kommt Bellamy dem ahnungslosen Peter auf die Spur und macht Jagd auf ihn. Kann Bill Hodges, den wir als Detective a. D. aus Mr. Mercedes kennen, den Wahnsinnigen stoppen?
aus dem Amerikanischen übersetzt von Bernhard Kleinschmidt
ISBN: 978-3-453-27009-1
Preis: € 22,99
554 Seiten

Zuerst einmal möchte ich klären, was es mit Finderlohn und seiner Beziehung zu Mr. Mercedes auf sich hat. Es handelt sich bei diesen beiden Werken Kings nicht um eine Reihe. Beide Storys sind voneinander unabhängig zu lesen und zu verstehen. Wie allerdings oft bei King, gibt es wiederkehrende Figuren und sehr viele - ich nenne es mal  -Anspielungen, die man nicht als solche erkennt, wenn man Mr. Mercedes nicht gelesen hat.
Da der Anspruch der meisten Leser ja auch darin besteht, den Autor "zu verstehen" bietet es sich daher aber trotzdem an, zuerst Mr. Mercedes zu lesen und danach Finderlohn.

Nun zum Buch selbst. 

King schafft es, den Leser im Glauben zu lassen, er wisse wie sich die Handlung entwickeln wird. Um so spannender ist es, die Handlung zu verfolgen, denn natürlich ist alles ganz anders und nichts so wie man glaubt. Man wird als Leser immer wieder auf die sprichwörtliche falsche Fährte gebracht.

Finderlohn ist einer der Romane des Autors, die sich erst am Ende zu einem großen Ganzen zusammensetzen.


King gehört für mich zu den Autoren, die sich nicht an die Grenzen eines Genre halten. So war es für mich erstaunlich oder vielleicht eher überraschend, dass dieses Buch vom selben Autor wie Es (1986)  stammt.
Wer also auf einen Roman des Horrorgenre aus ist, sollte dann doch lieber zu einem anderen King greifen.  ;-)

Mich konnte Finderlohn mehr begeistern als Mr. Mercedes, daher 4,5 von 5 Bücherherzen.

Ein herzlicher Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.



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1 Kommentar:

  1. Huhu :)

    mit dem Buch liebäugel ich auch schon die ganze Zeit. Aber gut zu wissen, dass man erst Mr. Mercedes lesen sollte. Das wusste ich nämlich nicht.

    Liebste Grüße
    Sonja

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